
Vor ein paar Wochen sah ich das erste Mal dieses Buch von
Mathias Kettner:
“Fehlerdiagnose und Problembehebung unter Linux”. Nach mehr als einem Dutzend von Jahren Arbeiten mit Linux, auf dem Arbeitsplatz-PC und dem Server, endlich ein systematischer Zugang zu diesem Thema! Jetzt, wo ich nur noch gelegentlich auf dem Server linuxxe!
Kettner bezeichnet nicht zu Unrecht das Finden der Fehlerursache, der wahren Ursache eines richtig knackigen Problems, als großes Erfolgserlebnis, das Variantenprobierer und Neuinstallierer nie haben werden. (Unter Windows hat man selten eine Alternative.) Nach einer Einführung zu verschiedenen Methoden der Ursachenerforschung (Einblick, Spurensuche, Wirkungskette, wandernder Fehler, wechselnde Umstände, reine Geisteskraft) geht es in den folgenden informativen Kapiteln detailliert um
• Dokumentation und Recherche (RTFM lässt grüßen)
• Logdateien und Debugausgabe
• aktive Diagnose (Dateien, Dateisysteme, Prozesse, Benutzer, Booten)
• Hardwarediagnose
• Netzwerkdiagnose
*)
• Programme und Prozesse, einschließlich Debugging
• Quellen, Quellpakete
• Performanceprobleme sowie schließlich um
• einiges Handwerkszeug (Shell, Editoren, reguläre Ausdrücke)
Jede Menge Erkenntnisgewinn ist möglich, nicht nur für den Umgang mit Linux. Vieles ist so allgemein gültig, dass es auch für andere Unixe, manches gar für Windows (wenn man das nötige Handwerkszeug hat) nützlich ist.
OK, es ist meine Schuld, dass ich das Erscheinen des Buches vor 5 Jahren nicht bemerkte. Dafür habe ich es nun in Reichweite, wenn es sein muss...
*) Ein gestern aufgetretenes Netzwerkproblem mit DNS-Ursache habe ich nach der Lektüre gleich besser verstanden.
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