Artikel mit Tag Technologie
Dienstag, 7. April 2009
Im gedruckten aktuellen SdW (4/2009, 88ff) steht ein interessanter Überblicksartikel ( “Log-In ins Gehirn”) zum Stand der Dinge bei der Entwicklung der Gehirn-Maschine-Schnittstelle, insbesondere zu den wahrscheinlich greifbareren Möglichkeiten wie dem Download aus oder dem Upload ins Gehirn. Das kennt man spätestens aus Gibsons Neuromancer-Trilogie.
Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig, sowohl an den “Guten” wie an den “Bösen” werden sich die Ethiker noch abarbeiten müssen.
Mich fasziniert seit einiger Zeit eine scheinbar simple Funktionalität: das, was man sieht – oder glaubt, eben gesehen zu haben – durch eine aktiv ausgelöste Interaktion als hochaufgelöstes Image drahtlos auf eine Festplatte zu übertragen. Die besten Bilder hat man doch immer im Kopf, das Vehicle Kamera stört da nur.
Montag, 5. Januar 2009
Der Graphik-Designer Melih Bilgil hat im Rahmen seiner Diplomarbeit an der FH Mainz eine “pictorial language – free and open icons for electronic devices” (PICOL) erstellt und mit Hilfe dieser Icons einen Film zur Geschichte des Internets gemacht. Der Inhalt ist zwar nun wirklich nicht neu, aber den Film finde ich gut gemacht.
( mehr Informationen zu Melih Bilgil und zu PICOL; via Text & Blog)
Samstag, 3. Januar 2009
So auch beim TIME Magazine: The Best Inventions of the Year 2008. Einige davon haben wirklich das Zeug dazu, unser Leben, unser Wissen darüber umzukrempeln.
23andMe’s Retail DNA-Test auf Platz 1 (der Liste). Der Large Hadron Collider, obwohl er Startschwierigkeiten hatte. Jede Menge intelligente Prothesen und “soziale” Roboter sowie Innovationen mit energiewirtschaftlichem Hintergrund. (Da fällt mir Updating Germany – 100 Projekte für eine bessere Zukunft –, die noch bis Februar laufende, sehr sehenswerte Ausstellung im DAM Frankfurt ein.)
Dagegen wirkt die Entdeckung von so etwas “altem” wie einer Primzahl zunächst etwas merkwürdig, ist aber gut begründet, und hat für Platz 29 auf der Liste gereicht. Konkret: der neue Primzahl-Rekord ist 2 43112609-1. Diese Zahl hat 12,9 Millionen Stellen und ist damit die erste Primzahl mit mehr als 10 Millionen Stellen. (Mehr dazu dort und dort im Mathlog.)
(Die komplette Liste umfasst 50 Positionen.)
Montag, 1. September 2008
Grundlagenforschung? Braucht man nicht mehr, ist nicht (mehr) marktgerecht. Sagt Alcatel-Lucent und schließt die Grundlagenabteilung der Bell Labs, aus deren Entwicklungen immerhin so “marktferne” Dinge wie Transistor, Solarzelle, Unix, C, C++ hervorgingen!
wired.com: After six Nobel Prizes, the invention of the transistor, laser and countless contributions to computer science and technology, it is the end of the road for Bell Labs’ fundamental physics research lab.
Alcatel-Lucent, the parent company of Bell Labs, is pulling out of basic science, material physics and semiconductor research and will instead be focusing on more immediately marketable areas such as networking, high-speed electronics, wireless, nanotechnology and software.
The idea is to align the research work in the Lab closer to areas that the parent company is focusing on, says Peter Benedict, spokesperson for Bell Labs and Alcatel-Lucent Ventures.
(via Mathlog)
Montag, 18. August 2008
 Im Wiesbadener Wallhalla-Studio (welch’ Name!) lief ein paar Tage lang der Real-Fiction-Film Hedy Lamarr – Secrets of a Hollywood Star. Am morgigen Dienstag ist die letzte Chance, den Film dort zu sehen. (Ich bin sehr neugierig.)
Egal, ob sie nun die “die schönste Frau Europas” (Max Reinhardt) oder “die schönste Frau des Jahrhunderts” (Ed Sullivan und einige Hollywood-Studiobosse) gewesen ist, die Österreicherin Hedwig Kiesler aka Hedy Lamarr war offensichtlich eine kluge, faszinierende, verwirrende Frau.
Fiktion und Realität, Rollen und Leben, Träume und Projektionen, geheime Kommunikation und Selbstinszenierung – die Filmemacher sind den langen, beschwerlichen Weg der Recherche gegangen, um ein wenig mehr Klarheit über die Person zu schaffen.
 Legendär auch Lamarr / Kieslers Erfindung des Frequenzsprungverfahrens, das sie 1941 gemeinsam mit dem Avantgardekomponisten Antheil erfand. Dieses erlaubt eine fortwährende Frequenzveränderung, ermöglicht so die Verschlüsselung von Funkverbindungen und die Abstimmung von Torpedo-Leitsystemen im Krieg. Diese Grundidee wird bis heute in allen Systemen moderner, drahtloser Telekommunikation benutzt.
s.a.
Smarte Bombe, Artikel bei Telepolis
Hedy Lamarr, Wikipedia-Eintrag
Hedy Lamarr – Secrets of a Hollywood Star, über den Film von Donatello Dubini, Fosco Dubini und Barbara Obermaier, mit einer Produktionsnotiz von Obermaier
Secret Communication System, das US-Patent
(via Haken, aktuell und früher schon ‘mal)
Montag, 28. Juli 2008
Atsuo Takanishi hat einen Roboter gebaut, der Flöte spielt. Derzeit entwickelt er einen Saxophon spielenden Partner. – Warum könnte das sinnvoll sein?
Die menschliche Motorik besser zu verstehen, ist eines seiner Ziele. Wenn Roboter Mimik zeigen und auf menschliche Emotionen reagieren können – die Mensch-Maschine-Interaktion wäre um Einiges spannender! Solch ein Roboter wäre sicher flexibler in der Pflege z.B. Älterer einsetzbar, eine Domäne, auf die man in Japan in weiser Voraussicht technologisch fokussiert.
(via IEEE Spectrum, hier ein Video, der Flötist beim Spielen)
Dienstag, 29. April 2008
 Anläßlich des Tages des Offenen Denkmals 2004 konnten sich Interessierte den 1941 gebauten Schwerbelastungskörper auch von Innen ansehen, siehe hier.
Der Schwerbelastungskörper liegt nur ein paar Mausklicks vom Flughafen Tempelhof (derzeit ja wegen des Streits um die bevorstehende Schließung auch im Ausland in aller Munde) entfernt. Und so erklärt Pruned jetzt, was das ist: Heavy Load-Exerting Concrete Body.
(s.a. stadtumbau-berlin.de zum Thema, Foto aus der Berliner Denkmaldatenbank)
Donnerstag, 10. April 2008
Fraunhofer spielt Gartner und orakelt über zukünftige Informations- und Kommunikationstechniken.
Der Cyberspace ist demnach noch fern.
(via heise)
Donnerstag, 20. März 2008
Zwei wirklich alte Männer sind in den letzten Tagen gestorben, Männer mit einem gewissen intellektuellen Einfluss und mit jeweils einer Grundhaltung, für die sie geachtet wurden, geachtet werden. Männer, die in dieser Haltung bzw. in der Wahrnehmung dieser unterschiedlicher nicht sein konnten: Joseph Weizenbaum und Arthur C. Clarke.
"Alte Männer" vollständig lesen
Mittwoch, 19. März 2008
Wissenschaftler der National Academy of Sciences wollen einen ersten Hauptsatz der Evolution herausgefunden haben: Komplexität ist erfolgreicher. (Das klingt gut, scheint gar im Alltag “erfahrbar” zu sein.) Jedenfalls auf der Makroebene, meinen die Wissenschaftler. Bei Krustentieren und deren Gliedmaßen. Bei einer Art von Mehrzellern, die wiederum anteilig an der gesamten Biomasse in der Minderheit sind. Weshalb Lars Fischer auch meint: Die eigentlichen Gesetze der Evolution sind diejenigen, die in der Welt der Einzeller gelten – und davon, die zu entschlüsseln, sind wir heute noch sehr weit entfernt.
Apropos Gliedmaßen: Die des Boston Dynamics Big Dog sind auch nicht übel!
( Abgefischt, Planckton, übermensch)
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