Freitag, 26. Juni 2009
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Interview mit dem schwedischen Informatiker Christian Engholm, dem ersten Piraten im EU-Parlament, über die Ziele der (schwedischen) Piratenpartei, also über Informationsfreiheit, über die Liberalisierung des Urheberrechts, das uneingeschränkte Recht auf Privatkopien, über Patente und dem Preis von Ideen. (jungle-world.com - Archiv - 25/2009)
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Dossier von David Talbot zur Entstehungsgeschichte von Tor, vor allem aber zur Tor-Verwendung in Zensurländern (Technology Review | 26.06.09)
Freitag, 26. Juni 2009
Der schwedische EU-Pirat Christian Engström erklärt in meinen Augen sehr schön, worum es den Piraten geht, was die Kernpunkte ihrer Ziele sind.
Erstens: Bürgerrechte, speziell Informationsfreiheit. Dann zweitens die Liberalisierung des Urheberrechts. Zwei a), 70 Jahre Schutz gehören auf 5 Jahre verkürzt. Das reicht völlig aus, danach liegt das meiste von dem, was heute gedreht, aufgenommen oder gedruckt wird, eh auf den Wühltischen im Kassenbereich. Durch die Verkürzung der Schutzfrist steigt der Verbreitungsgrad, hat der Long Tail überhaupt erst eine Chance, wahrgenommen zu werden. Zwei b) dann die komplette Legalisierung der Privatkopie von Allem was da ‘rumschwirrt im Internet im Internet. Filesharing gibt es seit etwa 10 Jahren, die Kulturindustrie hatte Zeit genug, sich drauf einzustellen. *) Es ist schade, wenn es manche Unternehmen schwer haben, Geld zu verdienen. Aber bürgerliche Freiheit ist wichtiger. Dann ein bissel Techtelmechtel um die Argumentationslinie “Heidelberger Appell”, Untergangsgeschwafel, das Engström sehr schön kontert mit dem Verweis auf explodierende Textproduktion, die Existenz von öffentlichen Bibliotheken, und dass der Wert immaterieller Güter im Austausch an und für sich besteht. [...] geistiges Eigentum ist im Unterschied zu materiellen Dingen nicht exklusiv. Wenn ich mir einen Song anhöre, bedeutet das eben nicht, dass außer mir niemand anderes diesen Song zur selben Zeit anhören kann. Wenn ich in einem Sessel sitze, kann zur gleichen Zeit niemand anderes in diesem Sessel sitzen. So etwas gibt es nicht bei geistigem Eigentum. Deshalb ist der eigentliche Preis von Ideen gleich Null – jedenfalls aus strikt ökonomischer Sicht und innerhalb der Gesellschaft, wie sie unserer Meinung nach sein sollte. Und der dritte Kernpunkt schließlich sei die Demokratisierung der EU.
Engström parliert dann noch etwas über schützenwertes Markenrecht und zu verurteilende Markenpiraterie. Und über den Unsinn des Rechts-Links-Denkens. Wir denken, dass Offenheit, Pluralismus, kreatives Chaos und größtmögliche Freiheit phantastische Dinge sind. Das ist unsere Ideologie.
Man hat das Gefühl, dass Engström den Interviewer vorführt, nicht umgedreht.
( Interview auf Jungle World, via Letzte Weisheiten)
*) Mit der Kopiermaschine Netz (Kris) soll ungehindert das gemacht werden können, was ihrer Konstruktionsidee entspricht. – Meinetwegen mit Pauschalabgabe auf den Internetanschluss, wie bei CD-Brennern, Druckern etc.. (Fritz)
Sonntag, 21. Juni 2009
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Eine Ordnung, die nicht die Freiheit sichern will, schafft Insassen, nicht Bürger. Eine solche Ordnung deformiert statt zu formieren, sie demütigt und denunziert, sie ist Unordnung als Zwingherrschaft, sie gehört verlassen und verhöhnt. (FAZ: Geisteswissenschaften - Feuilleton)
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Ich bin und ich bleibe Sozialdemokrat - und werde deshalb ein Pirat
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SpOn mit einem gewohnt reißerischen Teaser zu einem interessanten Interview: “Kommt Bildungspolitik so langsam vom Fleck? 1967 befragte der SPIEGEL den jungen Ralf Dahrendorf zur Hochschulreform. Seine Antworten sind erstaunlich: So forderte er ein Kurzstudium mit dem Titel ”Bakkalaureus“ - der Lord, der diese Woche starb, hat alles immer schon gewusst.”
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Editoral der Zeitschrift Journal of Biogeography zum Special Paper von Grehan und Schwartz: Evolution of the second orangutan: phylogeny and biogeography of hominid origins
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Telepolis: Eine Studie (von Grehan und Schwartz) bestreitet, dass die nächsten Verwandten des Menschen die Schimpansen seien. Sie stützen sich nicht primär auf genetische Daten, sondern auf morphologische Ähnlichkeiten. Zwar sei es nicht nur unter Molekulargenetikern unstrittig sondern auch unter den meisten Anthropologen vorherrschende Meinung, dass Menschen aufgrund der genetischen Ähnlichkeiten direkter mit Schimpansen und Bonobos verwandt seien als mit Gorillas und Oran-Utans.
Sonntag, 14. Juni 2009
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Telepolis: Eine Tour de force durch die Welt der Informationsmanipulation von Gernot Hausar - Der Index in seinen verschiedenen Ausprägungen war schon immer sehr eng mit dem Zugang zu Information sowie mit deren Zerstörung und der Kontrolle verbunden. Der Autor versucht, die historischen Kontinuitäten in der Debatte um den freien Zugang zu Information und die Informationshoheit aufzuzeigen.
Freitag, 12. Juni 2009
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Der Möchtegern-Intellektuelle Sloterdijk rechnet mit dem Steuerstaat ab und ruft zum Bürgerkrieg auf, in der FAZ. Irgendwie lächerlich, irgendwie süß. - Debatten - Feuilleton - FAZ.NET
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Lobhudelei zu Dietmar Dath: Maschinenwinter - Thomas Doerfler: Vorderstes Interesse von Dath ist es, die letzten Verstaubtheiten des (alten) linken Denkens “ante 1989” hinwegzufegen, um Platz für das Neue zu machen: dem technisch durchgeplanten Sozialismus auf Basis der entfesselten, nicht ideologisch gebannten Maschinen. (sic et non. zeitschrift für philosophie und kultur. im netz.)
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ziemliche gute Rezension zu Daths “Maschinenwinter”, geschrieben von: Tim Boson: “Palaver unter postmodernen Theoriemessies” (Titel - Kulturmagazin - Literatur, Rezensionen und mehr :: Literatur, Buchkritik, Rezension aus Literatur, Krimi, Lyrik, Musik und Film)
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WeiterGen | ScienceBlogs.de - Die Autoren des Papers zeigen, dass das aktuelle Virus aus mehreren im Schwein zirkulierenden Viren kombiniert ist. Die Übertragung auf den Menschen muss schon einige Monate vor Bekanntwerden des Ausbruchs in Mexico und den USA erfolgt sein. Eng verwandte Viren wurden bereits vor 9 bis 17 Jahren in Schweinen gefunden. Die Autoren schließen daher aus, dass es sich um ein künstlich hergestelltes Virus handelt. Diese Annahme gab ja Anlass zu allerlei Verschwörungstheorien.
Donnerstag, 11. Juni 2009
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egotrip.de: Man muss sich Dietmar Dath als einen Menschen vorstellen, der tage- und nächtelang durch Wikipedia gereist ist, um Sachverhalte aus Wissenschaft, Technik und Geschichte zu evaluieren und zu klären. Herausgekommen ist dabei ein modernes Märchen voller alter und neuer Mythen, das sich überdies durch eine hohe Fabulierkunst und einen äußerst wandlungsfähigen Stil auszeichnet.
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Heike Faller: „Wie ich einmal versuchte, reich zu werden - Mein Jahr unter Spekulanten“ - Themen - Feuilleton - FAZ.NET
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Webdesign und Webentwicklung im Webstandard-Blog: Um den Support der aktuellen Browser(-versionen) in Sachen CSS und JavaScript noch ein wenig genauer zu beurteilen, wurde alle Browser drei weiteren Test unterzogen.
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Wofür steht die Piratenpartei? Andreas Popp (Mitbegründer der Piratenpartei): Wir beschäftigen uns mit Politik rund um die Informationsgesellschaft. Darunter fallen Themen wie Bürgerrechte, informationelle Selbstbestimmung, Informationsfreiheit und Zensur, sowie die Problematik des sogenannten geistigen Eigentums. - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Netzwelt
Montag, 8. Juni 2009
 ... die erste Hürde von 0,5%; das lässt sie an der Parteienfinanzierung partizipieren – nicht schlecht für den weiteren Gang der Dinge.
Der Bundeswahlleiter spricht: 0,9% im Bund, das sind 229.117 Wähler. In Mainz sind es anteilig 1,7%, in Darmstadt 1,6%. Beide Städte werden, soweit ich sehe, nur von Kiel mit sagenhaften 2,0% übertroffen.
Sonntag, 7. Juni 2009
... haben noch ein paar Stunden auf – und ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie die PIRATEN abschneiden werden! Ob es vom Ergebnis her eine “sichtbare” Größenordnung sein wird? Und nicht nur ein Sturm im Wasserglas?
Wichtig ist vor allem, dass gewählt wird! Nichtwählen bestätigt die Regierung, bestätigt Überwachung und Zensur, stärkt die großen Koalitionäre.
Dienstag, 2. Juni 2009
ich habe keine Lust auf langatmige Parteien- oder Wahlwerbung, deshalb nur ein Hinweis – für Enttäuschte von allen etablierten Parteien, für Suchende nach einer parlamentarischen Vertretung zeitgemäßer, digital begründeter Interessen: es gibt eine vielleicht überzeugende Alternative: Piratenpartei. Schon zur Europawahl.
Donnerstag, 28. Mai 2009
... kann man die Online-Petition “Internet - Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten” auf dem Petitionsserver des Deutschen Bundestages. Die Mitzeichnungsfrist läuft noch bis zum 16. Juni. Vor drei Wochen hatte ich keine Ahnung, ob 50.000 Petenten zusammenkommen. Inzwischen sind es über 100.000!
Warum? Netzsperren helfen keinem Kind, sind darüberhinaus nichts als Blendwerk – und Zensurinfrastruktur. Manche mit ehrlichen Absichten, nicht nur Politiker, mögen das nicht glauben oder verstehen, aber KiPo-Angebote löschen lassen funktioniert!
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