Artikel mit Tag OpenAccess
Freitag, 19. Juni 2009
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Warum erscheint der Mond so groß, wenn er sich in der Nähe des Horizonts befindet? | Astrodicticum Simplex | ScienceBlogs.de - Wissenschaft, Kultur, Politik
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Martin Grötschel und Jochim Martin, ZIB-Report 09-10, Die Autoren beschäftigen sich seit fünfzehn Jahren intensiv mit elektronischem Publizieren, Open Access, etc..Trotzdem zeigen sie sich von vielen der Entwicklungen in dieser Zeit überrascht. Sie sind überzeugt, dass diejenigen, die in ihrer wissenschaftlichen Arbeit nicht
so eng mit Informationstechnik verbunden sind wie sie, den im Report skizzierten raschen Wandel kaum oder nur mit großer Verspätung bemerken und deshalb auf viele Möglichkeiten zur Anreicherung ihrer wissenschaftlichen Methodik verzichten. In diesem Sinne soll der Report Anregungen geben...
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Primaklima | ScienceBlogs.de - Wissenschaft, Kultur, Politik: das Benfordsche Gesetz, auch Newcomb-Benford’s Law (NBL), geistert durch das Web ... wird als Beleg für die Wahlfälschung im Iran gesehen. Faszinierend ist das Gesetz schon, als Beleg taugt es aber wohl nichts...
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Telepolis: Herrn Barths Teil 2 von Humboldt in Bologna? ist eine erneute Würdigung des 2008 erschienen Buches von und über 68er Professoren, meist aus Anlass ihrer Emeritierung: “Das Elend der Universitäten. Neoliberalisierung deutscher Hochschulpolitik”. Barth würdigt vor allem, dass in den meisten der dort versammelten Beiträge die politischen Hintermänner der Bologna-Reformen benannt werden: Bertelsmann-Stiftung, CHE, INSM, Bucerius, DIE ZEIT,...
Montag, 8. Juni 2009
 ... die erste Hürde von 0,5%; das lässt sie an der Parteienfinanzierung partizipieren – nicht schlecht für den weiteren Gang der Dinge.
Der Bundeswahlleiter spricht: 0,9% im Bund, das sind 229.117 Wähler. In Mainz sind es anteilig 1,7%, in Darmstadt 1,6%. Beide Städte werden, soweit ich sehe, nur von Kiel mit sagenhaften 2,0% übertroffen.
Sonntag, 7. Juni 2009
... haben noch ein paar Stunden auf – und ich bin gespannt wie ein Flitzebogen, wie die PIRATEN abschneiden werden! Ob es vom Ergebnis her eine “sichtbare” Größenordnung sein wird? Und nicht nur ein Sturm im Wasserglas?
Wichtig ist vor allem, dass gewählt wird! Nichtwählen bestätigt die Regierung, bestätigt Überwachung und Zensur, stärkt die großen Koalitionäre.
Dienstag, 2. Juni 2009
ich habe keine Lust auf langatmige Parteien- oder Wahlwerbung, deshalb nur ein Hinweis – für Enttäuschte von allen etablierten Parteien, für Suchende nach einer parlamentarischen Vertretung zeitgemäßer, digital begründeter Interessen: es gibt eine vielleicht überzeugende Alternative: Piratenpartei. Schon zur Europawahl.
Samstag, 25. April 2009
Pünktlich zum Welttag des Buches und des Urheberrechts hat Jürgen Neffe (“Einstein”, “Darwin”) in der Zeit einen langen Beitrag zum Kulturwandel in Sachen Buch geschrieben: “Es war einmal”. Die Ära des gedruckten Buches geht zu Ende, wenngleich es diese weiter geben wird. Die bestimmende Form aber ist die digitale, und Neffe findet das ganz und gar nicht traurig. Er macht auch gleich einige Vorschläge für die Vermarktung digitaler Texte. Insgesamt sieht er im digitalen Zeitalter sogar mehr Chancen für eine autorengerechtere Entlohnung. Neffe schließt mit Womöglich werden wir oder unsere Nachfahren eines Tages, um das Lesen und Schreiben zu retten, noch einen Schritt weiter gehen und allen alle Texte und Inhalte grundsätzlich kostenlos zur Verfügung stellen. Freie Lektüre als Teil des Grundrechts auf Bildung – und als Erfolgsmodell moderner Wissensgesellschaften. Open Access wäre nicht der Untergang des Abendlandes. Im Gegenteil. (In der heutigen FAZ ist übrigens ein Foto von Enzensberger vor seinem Bücherregal; darinnen präsentiert er stolz ein eBook-Reader.)
Herr Reuß (siehe hier) hingegen kann es nicht lassen: wiederholt und mit Methode vermengt er seine nicht unberechtigte Kritik an Googles Digitalisierungsaktivitäten auf der einen Seite und Open Access als Publikationsform vor allem von Naturwissenschaftlern auf der anderen Seite. Deshalb, wegen dieser Vermengung, kann man als vernünftig denkender Mensch seinen Appell nicht unterstützen! Mit viel Schaum vor dem Mund hetzt er in “Unsere Kultur ist in Gefahr” gegen die “Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen” 1) (die Anführungszeichen sind von ihm) und gegen Open Access – ohne dieses Wort in den Mund zu nehmen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Herr Reuß so dumm ist, nicht den Unterschied zwischen dem ungefragten Einscannen von Büchern und Open Access zu erkennen. Vielleicht nutzt er gar wissentlich seine Anti-Google-Kampagne in Sachen Urheberrecht zur Verleumdung von Open Access, dass in den Geisteswissenschaften mit seiner langsamen Buchkultur noch nicht Fuß gefasst hat? Vielleicht ist es Ausdruck eines Unbehagens vor Zeiten, wie sie Jürgen Neffe skizziert hat?!?
Können 1500 Unterzeichner 2) irren? Vermutlich haben die weitaus Meisten gegen die als Enteignung 3) empfundene Einscan-Aktion durch Google gestimmt, nicht gegen Open Access in der Wissenschaft, wie Reuss es darstellt und gerne hätte. Die Zahl ist das Maß der Dinge? Wenn ja, dann sieht’s vergleichsweise schlecht für den “Heidelberger Appell” aus, denn die “Petition for guaranteed public access for public-founded research results” hat bisher 27652 Unterzeichner (Stand 25.04.2009)
Die aktuelle Diskussion wird u.a. dort zusammengefasst:
• Informationsplattform Open Access: Aktuelle Diskussion um Open Access und Urheberrechte
• Infobib: Beiträge mit Tag heidelberger_appell sowie Materialsammlung zum Heidelberger Appell
• Archivalia: Open Excess: Der Heidelberger Appell
• delicious: CHs Bookmarks, alle Bookmarks
1) Alle deutschen Wissenschaftsorganisationen hatten sich gegen seinen “Heidelberger Appell” gewandt und zu Open Access bekannt, haben den Vorwurf der Einschränkung der Publikationsfreiheit zurückgewiesen. ( Gemeinsame Erklärung).
2) Politiker: Dass Frau Zypries den Heidelberger Appell unterstützt, wundert mich eigentlich gar nicht mehr. Frau Leutheusser-Schnarrenbergers Unterschrift hätte ich nicht erwartet.
3) Die Enteignung der Autoren durch die Verlage wird im Appell bezeichnenderweise nicht thematisiert.
Dienstag, 24. März 2009
Man ist ja fast versucht, Herrn Reuß auf erprobte Art als “Professor aus Heidelberg” zu denunzieren...
Der Herr Reuß wurde zornig, weil er von ihm mit herausgegebene Kleist- und Kafka-Briefe (deren Urheberrecht abgelaufen ist) bei Google-Books entdeckte. Dieser Zorn und einiges Open-Access-Ressentiment entlud sich in einer Polemik in der FR, wilden Repliken (z.B. hier wieder in der FR oder dort als Machtergreifungs-Phobie in der FAZ) auf Gegenargumenten und kulminiert gegenwärtig wohl im Heidelberger Appell. Er und seine Unterstützer werfen Open Access und Google in einen Topf, schreien: “Enteignung”! Ein Kulturkampf tobt.
Zur Genese: Gudrun Gersmann’ Antwort in der FAZ ( dort zitiert und kommentiert) hatte ich im Flieger ans andere Ende der Welt gelesen. (Und dann die Sache vergessen.) Matthias Spielkamp hat heute im Perlentaucher ( Open Excess: Der Heidelberger Appell) eine umfassende und überzeugende Kritik an den Umtrieben von Reuß & Co. geliefert. Klaus Graf sammelt und kommentiert auf Archivalia das Medienecho und die Standpunkte. (Derzeit und in umgekehrter zeitlicher Reihenfolge: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10). Selbst bei golem.de gibt es einen informativen und kritischen Überblick: Ein Kulturkampf um das Wissen.
Es sieht so aus, als verdeutliche die Kampagne – und welche Unterstützer diese findet – wieder einmal den tiefen Graben zwischen Geistes- und Natur- bzw. Technikwissenschaftlern. Schade, dass von mir geschätzte Literaten und Wissenschaftler (Theweleit, Kehlmann, Braun) zu den Appellunterzeichnern gehören.
[UPDATE:] s.a. KULTURTECHNO, Materialsammlung bei Infobib
Mittwoch, 14. Januar 2009
Wenn man sich den auf iTunes einlassen will, dann kann man dort komplette Vorlesungsmaterialien und -videos auch von deutschen Hochschulen kostenlos downloaden. (Die Videos im m4v-Format werden auch vom VLC-Player akzeptiert und abgespielt.)
Die Ludwig-Maximilians-Universität München ( iTunes-Link), die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg ( iTunes-Link), die RWTH Aachen University ( iTunes-Link) und das Hasso Plattner Institut für Softwaretechnik an der Universität Potsdam ( iTunes-Link) sind derzeit die Anbieter.
(s.a. die Pressemitteilung vom HPI: Aktuelles IT-Wissen mit iTunes U kostenlos aneignen und auffrischen)
Freitag, 5. Dezember 2008
Eine feine Sache: Das Bundesarchiv stellt 100.000 Bilder aus der Deutschen Zeitgeschichte unter die freie Creative Commons-Lizenz und bei Wikimedia Commons ein. Damit stehen diese Bilder für alle Wikipedia-Sprachausgaben zur Verfügung.
(via Informationsplattform Open Access, s.a. heise-online)
Donnerstag, 13. März 2008
Open Access funktioniert prima, Klaus Graf (Archivalia) hat neue Indizienbeweise: Elsevier’s Scopus listet die 20 meistzitierten Papers aller fokussierten Gebiete zwischen 2004 und heute. – Und alle sind nach dem Open Access Modell frei im Netz verfügbar!
(via netbib)
Mittwoch, 30. Januar 2008
Mit staatlichen Geldern geförderte Unterrichtsmaterialien sollen frei verfügbar gemacht werden! Das ist, kurz gesagt, das Ziel der Open-Education-Bewegung. Diese Initiative hat jetzt die Kapstadt Open Education Declaration verabschiedet. Diese basiert auf dem Grundprinzip, dass jeder die Freiheit haben sollte, Bildungsmaterialien zu nutzen, zu verändern, zu verbessern und weiterzugeben – ohne Einschränkungen. Sie bezieht sich damit auf die drei B-Erklärungen des Open Access (Bethesda, Budapest und Berlin).
Dies soll durch drei unterschiedliche Strategien erreicht werden:
1. Lehrende, Schüler und Studenten: Wir ermuntern Lehrende (Professoren, Dozenten, Lehrer etc.) und Studierende, aktive Teilnehmer der “Open Education”-Bewegung zu werden. Teilnehmen bedeutet: frei zugängliche Bildungsmaterialien zu erstellen, benutzen, oder zu verbessern; Praktiken umzusetzen, die auf offener Kollaboration und gemeinsamer Erschließung von Wissen als Teil der Lehre basieren; Freunde und Kollegen einzuladen, an der Bewegung teilzunehmen. Die Erstellung und Nutzung von frei zugänglichen Bildungsmaterialien sollte als integraler Teil von Bildung anerkannt werden.
2. Frei zugängliche Bildungsmaterialien: Wir regen die Autoren und Verleger von Bildungsmaterialien dazu an, ihre Ressourcen frei zugänglich zu machen. Lizenzbedingungen sollten die Nutzung, Veränderung, Übersetzung, Verbesserung, und Weitergabe des Materials ermöglichen. Es soll in technischen Formaten bereitgestellt werden, welche die Verwirklichung dieser Möglichkeiten unterstützen, und Nutzern verschiedener Computersysteme zugänglich sind. So weit möglich, sollten die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung berücksichtigt werden. Idealerweise sollten auch Nutzer ohne Internet einbezogen werden.
3. Richtlinien und Politik: Regierungen, Verwaltungen, Schulen und Universitäten sollen frei zugängliche Bildungsmaterialien zu einem Thema mit Priorität machen. Bildungsmaterialien, die mit Hilfe von Steuergeldern erstellt werden, sollten offen zugänglich sein. Bei der Auswahl anerkannter Lehrmaterialien für den Unterricht und die Lehre, sollen “Open Educational Resources” Vorzug finden. Bildungseinrichtungen sollen aktiv frei zugängliche Materialien fördern und ihre Relevanz hervorheben.
(via InfoBib und Heise)
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