1. Outsourcing. 50% der Auslagerungsvorhaben scheitern, meint Gartner. Das veranlasst die wenigsten, vom Glauben an mehr Effizienz abzufallen. Andere sprechen von 66 Prozent der Outsourcing-Projekte, bei denen die anfangs gesteckten Ziele nicht oder zumindest nur zum Teil erreicht werden. Dennoch stehen 83 Prozent der IT-Verantwortlichen dem Thema prinzipiell positiv gegenüber.
Es wird sich teils erst nach Jahren zeigen, ob die Prozesse wohl definiert, Verantwortlichkeiten und SLAs gut ausgehandelt wurden, damit das Ziel erreicht werden kann. Schneller kann man meist sehen, ob die Dienstleister willens und fähig sind, sich wirklich auf ihre Kunden einzustellen. Auslagerungswillig sind beispielsweise die Deutsche Bank (IT-Betrieb und wohl auch die Anwendungsentwicklung und das Procurement), die Commerzbank - das Vorhaben wird noch in 2003 als gescheitert erklärt -, der Industriekonzern ABB (alle IBM), die WestLB, die Unternehmensgruppe Vorwerk (alle T-Systems), Daimler-Chrysler (weltweit das Desktop-Management durch HP; es grummelt im DC-Lager und das Vorhaben wird wohl gestoppt werden) ...
Die größten IT-Dienstleister in Europa sind übrigens in dieser Reihenfolge IBM Global Services, EDS, T-Systems und Atos Origin.
2. Offshore. Millionen Arbeitsplätze sollen bedroht sein, davon 500.000 IT-Jobs, weil diese Tätigkeiten auch in Russland, China, Indien oder etwa den Philippinen erledigt werden können. Wer einmal mit indischen oder osteuropäischen IT_Spezialisten gearbeitet hat, weiß um den projektbegleitenden Aufwand, von den vorgeblich billigen Arbeitskräften statt billiger Ergebnisse qualitativ gute zu bekommen.
3. Possen, Flops & Hypes. Die Gerichtsklamotte SCO vs. IBM um die Unix-Rechte und Linux. Das LKW-Mautsystem in Deutschland, hier (werden) die weltweit agierenden deutschen Großkonzerne Daimler-Chrysler und Deutsche Telekom die Probleme nicht in den Griff bekommen. Tablet-PCs für Microsoft und HP. München gleich zweimal: die Systems als Flop und die Linux-Entscheidung des Stadtrats als Medien-Hype. Stromausfälle in New York, London, Schweden und Italien - und immer noch gibt es vielerorts keine Notfallstrategie.
4. Microsoft. Vertriebliche Niederlagen in Asien, Israel, Großbritannien, München, ... Ärger mit Würmer & Viren, der EU-Klage, der Kritik an zu teuren Lizenzen. Der Server 2003 kommt verspätet.
5. Linux & Open Source. Der Vormarsch auf dem Server geht weiter. Kommt jetzt auch der Desktop? Die IBM bzw. Sun erringen mit Linux, OpenOffice.org und Java - das Gegenstück zu s.o.. Apache boomt weiter.
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