Dienstag, 30. Juni 2009
Stefan Frank in “Die Weltvernichtungsmaschine”: Um Verluste, die aus dem Bankrott eines Schuldners entstehen würden, zu vermeiden, hielten Banken insolvente Unternehmen (“Zombies”, wie sie in der Fachwelt auch genannt wurden) weiter am Leben. Sie verhinderten auf diese Weise, dass Kapital und Marktanteile an solvente Konkurrenten gingen, wodurch deren Gewinne und Profitmöglichkeiten geschmälert und ihre Bereitschaft und Fähigkeit zu Investitionen stark beeinträchtigt wurden. [...] Banken hätten die Krise verschlimmert, indem sie es vermieden, den Tatsachen ins Auge zu sehen und die Verluste anzuerkennen [...] Den Tatsachen nicht ins Auge zu sehen, sondern stattdessen zu versuchen, die Probleme zu verschleppen, war allerdings nicht nur die Politik der Banken, sondern auch der Regierung.
Nein, nicht das Agieren *) heute wird beschrieben, Frank bezieht sich auf den Japan Boom in den 1980er Jahren.
Und, auf die derzeitige Krise bezogen: Viele der Maßnahmen, die heute zur Lösung der Krise vorgeschlagen werden, hat man in Japan in den neunziger Jahren bereits erfolglos ausprobiert – die Nullzinspolitik, die nun seit Ende 2008 von der US-Notenbank verfolgt wird, und eine keynesianisch inspirierte Wirtschaftspolitik eingeschlossen. All dies führte nicht zu einer Bewältigung, sondern zu einer Verlängerung der Krise. Die Kosten wurden hoch gehalten, und aus Kapital wurde Beton gemacht.
(Online ist ein ein Vorabdruck des 3. Kapitels “Drei Geschichten vom Immobilienboom” bei jungleworld.com zu finden. )
*) “Retten” heißt diese Art von Agieren. Die Höhe der Summe scheint mit der politischen Machtfülle zu korrelieren, könnte eingebildeter Potenzersatz sein.
Dienstag, 30. Juni 2009
Der erste Eindruck vom brandneuen Firefox 3.5 ist der, dass er etwas schneller zu sein scheint.
Der Acid3-Test läuft allerdings immer noch nicht durch, 93/100 für die Windows-Implementation. Irgendwie enttäuschend, da war etwas anderes angekündigt. Der Test unter Mac OSX muss warten, die Acid3-Seite ist down.
Dienstag, 30. Juni 2009
Montag, 29. Juni 2009
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Gunter Dueck (WILD DUECK BLOG) zu Erscheinungsformen der grassierenden Lean Brain Politik - mit Vorschlägen zur weiteren Ausgestaltung...
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Der Physiker Jörg Rings (Diax's Rake | ScienceBlogs.de) zum Thema: “Ich sehe ja keinen Millimeter Spielraum für Versöhnung von Religion und Wissenschaft, oder sagen wir lieber, aufgeklärtem Denken. Religion ist der kosmische Wühltisch, von dem jeder sich individuell sein Set an irrationalen Ansichten zusammenstellen kann. Aber jeder verlangt dann, dass sein Set nicht hinterfragt werden darf, und dass er gefälligst dafür respektiert werden müsse, sich sein Set mit so viel Mühe zusammengestellt zu haben.”
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Wolf Lotter im brand eins Magazin 07/2009: Der Mensch braucht Ruhe, Sicherheit, Klarheit - Stabilität eben. Doch wo der Ordnungswahn ausbricht, gerät das Gleichgewicht leicht außer Kontrolle. [...] Vielleicht ist das die Antwort auf die Frage nach der neuen Stabilität. Einfach mal den Besen, den Zauberlehrling, in die Ecke stellen. Und dann aufs Rad steigen und in die Pedale treten. Das ist anfangs ungewohnt, bringt einen aber ins Gleichgewicht. Ordnung ist das halbe Leben. Der Rest ergibt sich, wenn man sich bewegt.
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Wir befinden uns im Jahre 2009. Der ganze öffentliche Diskurs ist von Allversöhnern besetzt. Der ganze Diskurs? Nein! Unbeugsame Naturalisten hören nicht auf, den Allversöhnern Widerstand zu leisten. Sie argumentieren: Wissenschaft und Religion sind unvereinbar! Alles über den Didaktikstreit, den Nature-Skandal und den Widerstand gegen Templeton: Exklusiv auf darwin-jahr.de!
Montag, 29. Juni 2009
Sperrmüllentsorgung ist in Mainz ganz einfach: man vereinbart mit dem Städtischen Entsorgungsbetrieb einen Termin und stellt seinen Krempel einfach vor die Tür. Das soll sogar kostenlos sein. Ob das aber immer alle machen, sei dahingestellt. In der Altstadt wird’s auf jeden Fall weggeräumt, bevor die Touristen aufgewacht sind und beginnen, durch die Straßen zu pilgern.
Links der Zustand gestern, Sonntag Abend, etwa 20.30 Uhr. Rechts dann heute früh, 6.30 Uhr. (Klick aufs Bildchen.)
Montag, 29. Juni 2009
Knapp 2 Jahre ist es jetzt die Anschaffung eines netzwerkfähigen Farblaserdruckers (auch Scanner, Kopiere) her. Der tat anfangs klaglos seinen Job, dann traten zwei Probleme auf.
Seit über einem Jahr steht er nun nicht mehr neben dem Router. Eine Ethernetverkabelung quer durch die Wohnung kam nicht in Frage, Experimente mit WLAN-fähigen Printservern scheiterten kläglich. Blieb also nur die Nutzung via USB, und da dieses Kabel nicht wirklich so lang wie sie angeboten werden sein darf, um störungsfrei zu drucken, hieß das, das Notebook bei Bedarf in Richtung Drucker bewegen. Nicht wirklich befriedigend, aber man arrangiert sich irgendwie mit Provisorien.
Letztens fiel mir während des Wartens ein Conrad-Werbeheftchen in die Hand. Und das war der Anschub, es mit Powerline-Adaptern zu versuchen. (Ich dachte, die Technologie sei vom Markt verschwunden. Auch hatte ich sie – vor dem Vergessen – nur als eine dem Breitbandkabel “vergleichbare” angesehen, nicht als eine im LAN einsetzbare.) Ohne weitere Umschweife: es funktioniert, zumindest mit dem PL85D. Einfach ‘reinstecken, keine Konfiguration ist nötig, außer der, am Drucker eine feste IP-Adresse aus dem DHCP-Fundus des Routers einzustellen. (Man ersetze in Gedanken den PC im Bildchen durch den Drucker.)
Und weil mir Samsung für ein paar an einer 01805er Nummer gelassene Euro noch knapp vor dem zweijährigen Garantieende eine neue (refurbished) Bildeinheit geschickt hat, ist jetzt auch optisch alles wieder in Butter.
Montag, 29. Juni 2009
Vielleicht ist ja Contact High der ultimative Film, um diesem komischen Sommer auf die Sprünge zu helfen? Auf jeden Falls ist er amüsant, auch wenn man danach lauter Schweine und Hunde sieht...
Sonntag, 28. Juni 2009
Doch, es gibt sie: spannende Bücher über Wirtschaft, die auch für wirtschaftswissenschaftliche Laien faszinierend sind. Zum Beispiel:
"Spannende Bücher über Wirtschaft" vollständig lesen
Samstag, 27. Juni 2009
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Tobias Maier (WeiterGen | ScienceBlogs.de) beleuchtet den Teil Forschungsausgaben im Bundeshaushalt 2010: Es macht Sinn, sich genauer anzusehen, wie die 10,3 Milliarden Euro des Bundes verteilt werden. 25% aller Ausgaben gehen in die Grundlagenforschung, also zum Beispiel an die Max-Planck-Gesellschaft oder die DFG. 25% von 10,3 Milliarden sind knapp 2,6 Milliarden Euro. Die direkten staatlichen Subventionen für Bergbau, Ernährung und Landwirtschaft sind höher.
Freitag, 26. Juni 2009
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Interview mit dem schwedischen Informatiker Christian Engholm, dem ersten Piraten im EU-Parlament, über die Ziele der (schwedischen) Piratenpartei, also über Informationsfreiheit, über die Liberalisierung des Urheberrechts, das uneingeschränkte Recht auf Privatkopien, über Patente und dem Preis von Ideen. (jungle-world.com - Archiv - 25/2009)
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Dossier von David Talbot zur Entstehungsgeschichte von Tor, vor allem aber zur Tor-Verwendung in Zensurländern (Technology Review | 26.06.09)
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