Montag, 29. Juni 2009
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Gunter Dueck (WILD DUECK BLOG) zu Erscheinungsformen der grassierenden Lean Brain Politik - mit Vorschlägen zur weiteren Ausgestaltung...
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Der Physiker Jörg Rings (Diax's Rake | ScienceBlogs.de) zum Thema: “Ich sehe ja keinen Millimeter Spielraum für Versöhnung von Religion und Wissenschaft, oder sagen wir lieber, aufgeklärtem Denken. Religion ist der kosmische Wühltisch, von dem jeder sich individuell sein Set an irrationalen Ansichten zusammenstellen kann. Aber jeder verlangt dann, dass sein Set nicht hinterfragt werden darf, und dass er gefälligst dafür respektiert werden müsse, sich sein Set mit so viel Mühe zusammengestellt zu haben.”
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Wolf Lotter im brand eins Magazin 07/2009: Der Mensch braucht Ruhe, Sicherheit, Klarheit - Stabilität eben. Doch wo der Ordnungswahn ausbricht, gerät das Gleichgewicht leicht außer Kontrolle. [...] Vielleicht ist das die Antwort auf die Frage nach der neuen Stabilität. Einfach mal den Besen, den Zauberlehrling, in die Ecke stellen. Und dann aufs Rad steigen und in die Pedale treten. Das ist anfangs ungewohnt, bringt einen aber ins Gleichgewicht. Ordnung ist das halbe Leben. Der Rest ergibt sich, wenn man sich bewegt.
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Wir befinden uns im Jahre 2009. Der ganze öffentliche Diskurs ist von Allversöhnern besetzt. Der ganze Diskurs? Nein! Unbeugsame Naturalisten hören nicht auf, den Allversöhnern Widerstand zu leisten. Sie argumentieren: Wissenschaft und Religion sind unvereinbar! Alles über den Didaktikstreit, den Nature-Skandal und den Widerstand gegen Templeton: Exklusiv auf darwin-jahr.de!
Samstag, 27. Juni 2009
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Tobias Maier (WeiterGen | ScienceBlogs.de) beleuchtet den Teil Forschungsausgaben im Bundeshaushalt 2010: Es macht Sinn, sich genauer anzusehen, wie die 10,3 Milliarden Euro des Bundes verteilt werden. 25% aller Ausgaben gehen in die Grundlagenforschung, also zum Beispiel an die Max-Planck-Gesellschaft oder die DFG. 25% von 10,3 Milliarden sind knapp 2,6 Milliarden Euro. Die direkten staatlichen Subventionen für Bergbau, Ernährung und Landwirtschaft sind höher.
Freitag, 26. Juni 2009
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Interview mit dem schwedischen Informatiker Christian Engholm, dem ersten Piraten im EU-Parlament, über die Ziele der (schwedischen) Piratenpartei, also über Informationsfreiheit, über die Liberalisierung des Urheberrechts, das uneingeschränkte Recht auf Privatkopien, über Patente und dem Preis von Ideen. (jungle-world.com - Archiv - 25/2009)
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Dossier von David Talbot zur Entstehungsgeschichte von Tor, vor allem aber zur Tor-Verwendung in Zensurländern (Technology Review | 26.06.09)
Donnerstag, 25. Juni 2009
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Ein Beitrag des Ökologen / Biologen Josef Reichholf wider dem Rettungswahn und dem Streben nach einem imaginierten Gleichgewicht, wider unsinnigen Maßnahmen und dem Unterbleiben eines Umbaus der Landwirtschaft, insbesondere der Tierproduktion. Für ein Einsetzen dieser Mittel, um Menschen heute zu helfen. Also ganz im Sinne von Lomborg (Cool It!, s.a. hier) - Der Freitag, 17. Juni 2009
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Stefan Frank ist einer der klügsten Mitarbeiter der linksradikalen Zeitschrift „konkret“. Doch sein Buch liest sich wie die Artikelserie aus einer ordoliberalen Wirtschaftszeitung. [...] „Eine Rezession beseitigt die Fehler des Booms.“ Dieser Satz soll den Unsinn der Rettungspakete und Konjunkturprogramme entlarven. Auch Staaten können sich an Schulden überheben. Frank fordert deshalb die Mobilisierung privater Spender, etwa durch „Benefizkonzerte mit Herbert Grönemeyer, BAP und Peter Maffay“. Solche Ironie ist natürlich nicht der erwartete „linke“ Debattenbeitrag zur Zukunft des Kapitalismus. Warum auch? Gegen den Kapitalismus treten heute ohnehin die konservativen Sozialrevolutionäre in den Regierungen und ihre Wirtschaftsfachleute an. (Sachbuch - Feuilleton - FAZ.NET)
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Internetaktivistin Franziska Heine und Familienministerin Ursula von der Leyen streiten über die Stoppschilder vor Kinderpornoseiten. Und über Demokratieverständnis. (zeit-online, etwas ausfühlicher als in der printausgabe)
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Thomas Strobl spricht mit Dirk Baecker über sein 1991 erschienenes Buch. Baecker, ganz Luhmann-Schüler, hat ein paar interessante Aussagen drauf. Z.B. zur Risikostruktur, zum Wandel der Semantik Gegensatzpaar einerseits Risiko/Sicherheit und andererseits Risiko/Gefahr. Erscheint in Erstem, früher, die Sicherheit als das Erstrebenswerte, ist es in Zweitem, heute, das Risiko, das zum positiv(er) besetzten Begriff wird... Dann das Thema Beschleunigung und Fehlertoleranz: Krisen muss man in Kauf nehmen und die Verlaufsmodelle (z.B. die der Biografie, der Karriere, der Geschichte) mit einem hinreichenden Ausmaß an Nichtlinearität, das heißt mit der Fähigkeit zur Verarbeitung von Überraschungen auszustatten. Und da Instabilitäten systemimmanent sind, muss die Politik sicherstellen, dass die Wirtschaft über ein hinreichend großes Reservoir an bewältigbaren Instabilitäten (frei bewegliche Preise, einigermaßen bewegliche und sozialverträgliche Löhne, ein reales Wettbewerbsrecht) verfügt.
Mittwoch, 24. Juni 2009
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Heiner Flassbeck sondiert die Chancen bzw. Zukunft des Kapitalismus: Eine arbeitsteilige Marktwirtschaft ist nämlich mehr als die Summe ihrer Teile. Selbst wenn das Handeln der Unternehmen sein zentraler Gegenstand ist, emanzipiert sich volkswirtschaftliches Denken von der Logik des Unternehmens, weil es eine Logik des Ganzen schafft, die der einzelwirtschaftlichen häufig diametral entgegensteht. [...] Hat der Kapitalismus eine Chance? Ja, aber nur, wenn wir beginnen, ihn zu begreifen. Wenn demnächst zusammen mit den von Entlassung bedrohten Arbeitern auch die richtigen Unternehmer und Investoren auf die Straße gehen und gegen die Zocker aufbegehren, gibt es eine Chance. (Debatten - Feuilleton - FAZ.NET)
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Für mich ein sehr nachvollziehbarer Rant von E.P. Fischer auf den Habermas-Hype. (Wissenschaftsfeuilleton | ScienceBlogs.de)
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Ein neues Kapitel der Unendlichen Geschichte, heise online berichtet.
Montag, 22. Juni 2009
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Wilhelm von Humboldt gilt als Erfinder der Universität - zu Unrecht. Aber in Krisen- und Protestzeiten muss er wieder mal als Popstar der Bildung herhalten (Wissen | ZEIT ONLINE)
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Eine gute Beschreibung der Diskussion im Bloggewitter: Bologna auf den SciLogs von Thomas Grüter (Gedankenwerkstatt bei den SciLogs); mit Vorschlägen an die Kritiker und einigen unbequemen Wahrheiten. Z.B.: Ganz gleich, wer an die Regierung kommt: Die Massenuniversität bleibt. Die Leistungsanforderungen bleiben. Die Verschulung bleibt. Bei fast 2 Millionen Studenten und der schlechten Finanzlage der Länder ist eine durchgreifende Verbesserung schlicht undurchführbar. Protest dagegen ist legitim, aber eine Verweigerungshaltung ist realitätsfern.
Sonntag, 21. Juni 2009
Sonntag, 21. Juni 2009
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Eine Ordnung, die nicht die Freiheit sichern will, schafft Insassen, nicht Bürger. Eine solche Ordnung deformiert statt zu formieren, sie demütigt und denunziert, sie ist Unordnung als Zwingherrschaft, sie gehört verlassen und verhöhnt. (FAZ: Geisteswissenschaften - Feuilleton)
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Ich bin und ich bleibe Sozialdemokrat - und werde deshalb ein Pirat
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SpOn mit einem gewohnt reißerischen Teaser zu einem interessanten Interview: “Kommt Bildungspolitik so langsam vom Fleck? 1967 befragte der SPIEGEL den jungen Ralf Dahrendorf zur Hochschulreform. Seine Antworten sind erstaunlich: So forderte er ein Kurzstudium mit dem Titel ”Bakkalaureus“ - der Lord, der diese Woche starb, hat alles immer schon gewusst.”
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Editoral der Zeitschrift Journal of Biogeography zum Special Paper von Grehan und Schwartz: Evolution of the second orangutan: phylogeny and biogeography of hominid origins
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Telepolis: Eine Studie (von Grehan und Schwartz) bestreitet, dass die nächsten Verwandten des Menschen die Schimpansen seien. Sie stützen sich nicht primär auf genetische Daten, sondern auf morphologische Ähnlichkeiten. Zwar sei es nicht nur unter Molekulargenetikern unstrittig sondern auch unter den meisten Anthropologen vorherrschende Meinung, dass Menschen aufgrund der genetischen Ähnlichkeiten direkter mit Schimpansen und Bonobos verwandt seien als mit Gorillas und Oran-Utans.
Freitag, 19. Juni 2009
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Warum erscheint der Mond so groß, wenn er sich in der Nähe des Horizonts befindet? | Astrodicticum Simplex | ScienceBlogs.de - Wissenschaft, Kultur, Politik
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Martin Grötschel und Jochim Martin, ZIB-Report 09-10, Die Autoren beschäftigen sich seit fünfzehn Jahren intensiv mit elektronischem Publizieren, Open Access, etc..Trotzdem zeigen sie sich von vielen der Entwicklungen in dieser Zeit überrascht. Sie sind überzeugt, dass diejenigen, die in ihrer wissenschaftlichen Arbeit nicht
so eng mit Informationstechnik verbunden sind wie sie, den im Report skizzierten raschen Wandel kaum oder nur mit großer Verspätung bemerken und deshalb auf viele Möglichkeiten zur Anreicherung ihrer wissenschaftlichen Methodik verzichten. In diesem Sinne soll der Report Anregungen geben...
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Primaklima | ScienceBlogs.de - Wissenschaft, Kultur, Politik: das Benfordsche Gesetz, auch Newcomb-Benford’s Law (NBL), geistert durch das Web ... wird als Beleg für die Wahlfälschung im Iran gesehen. Faszinierend ist das Gesetz schon, als Beleg taugt es aber wohl nichts...
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Telepolis: Herrn Barths Teil 2 von Humboldt in Bologna? ist eine erneute Würdigung des 2008 erschienen Buches von und über 68er Professoren, meist aus Anlass ihrer Emeritierung: “Das Elend der Universitäten. Neoliberalisierung deutscher Hochschulpolitik”. Barth würdigt vor allem, dass in den meisten der dort versammelten Beiträge die politischen Hintermänner der Bologna-Reformen benannt werden: Bertelsmann-Stiftung, CHE, INSM, Bucerius, DIE ZEIT,...
Mittwoch, 17. Juni 2009
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Prof. Dr. Barbara M. Kehm, Direktorin des Internationalen Zentrums für Hochschulforschung (INCHER) an der Uni Kassel, vergleicht in ihrem Beitrag auf den SciBlogs die Umsetzung der im Rahmen des Bologna-Prozesses angestrebten Reformen in 6 von mittlerweile 46 Bologna-Unterzeichnerstaaten. Der Ablauf und die Ergebnisse sind sehr unterschiedlich...
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Technology Review | 15.06.09 | Ben Schwan schreibt: Es gab eine Zeit, da standen Mobilfunkanbieter für Innovation. [...] auf Seiten der Geschäftsmodelle der Mobilfunker hat sich im Grunde wenig getan. In Deutschland gibt es nach wie vor nur vier große Netzbetreiber, denen die Infrastruktur gehört, Discounter verramschen die Überkapazitäten. Dennoch fühlt sich vieles nach Preisabsprache an. So gibt es keinen einzigen Mobilfunker in Deutschland, der Nutzern erlaubt, mehr als einige Gigabyte im Monat an Daten zu übertragen, ohne sich dafür halb tot zu zahlen. [...]Mein aktuelles Hassobjekt in Sachen Mobilmonopol ist T-Mobile, in Deutschland exklusiver Vertreiber von Apples iPhone. [...] Behörden darauf achten, dass die Mobilfunkmonopole nicht völlig aus dem Ruder laufen. Warum geht das eigentlich nicht in Deutschland?
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