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Der Muff unter den Talaren kommt wieder hervorDienstag, 16. Juni 2009Trackbacks
Wissenschaft und Gesellschaft: Der Elfenbeinturm ist ein Hemmschuh für Bildungsreformen
Investitionen in Bildung sind die Basis einer Wissensgesellschaft. Obwohl dieses Mantra von Politikern, Wirtschaftsvertretern und Akademikern gleichermaßen gepredigt wird, stehen die tatsächlichen Investitionen in Bildung und die Präsenz des Themas im …
Weblog: kontextschmiede
Aufgenommen: Jun 18, 10:20 Kommentare
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Ich verstehe nicht so recht, worum es Ihnen geht. Die bisherige klare Unterscheidung zwischen stärker theoretisch orientierter Ausbildung an den Universitäten und stärker praxisorientierter Ausbildung an den Fachhochschulen ist doch durchaus auch im Interesse der Fachhochschulen. Wenn durch den Bologna-Prozess die Universitätsausbildung ähnlicher zur FH-Ausbildung wird, dürfte dies letztlich dazu führen, daß manche Studenten, die sonst an die FH gegangen wären, gleich an eine Universität gehen und den FHs dadurch Studenten verloren gehen. Daß Uni-Absolventen wegen ihrer zu theoretischen Ausbildung keine Jobs finden würden stimmt, jedenfalls für die Mathematik, definitiv nicht. Mein persönlicher Eindruck ist, daß gerade Dipomanden aus den eher theoretischen Gebieten der Mathematik meist die weitaus besser bezahlten Jobs bekommen (z.B. bei Unternehmensberatungen, Wirtschaftsprüfern, Computer-Firmen) als Leute, die z.B. schon im Studium hauptsächlich Versicherungsmathematik gemacht haben und dann einen durchschnittlich bezahlten Job bei einer Versicherung bekommen. (Nur um mal ein konkretes Beispiel zu bringen.) Und das obwohl die höher-bezahlten Mathematiker bei Unternehmensberatungen natürlich fast nichts, was sie im Studium gelernt haben, in ihrem Beruf tatsächlich verwenden können. Aber sie haben eben gelernt, komplexe Probleme zu lösen, Zusammenhänge zu erfassen usw. und das ist in manchen Berufen wichtiger als wenn man schon im Studium irgendwelche praxisrelevanten Formeln für ein spezielles Anwendungsgebiet gelernt hat. Was ich sagen will: natürlich gibt es viele Bereiche, wo eine praxisnahe Ausbildung Sinn macht, aber es gibt eben auch Bereiche, wo das nicht der Fall ist und wo man das bisherige System beibehalten sollte. Es ist nicht gut, alles zu vereinheitlichen und die Universitäten zu Kopien der Fachhochschulen zu machen. Völlig d’accord, was die Unterschiede zwischen FHs und Unis anbelangt! – Wer verlangt denn, dass die Unis zu Kopien der FHs werden? Dass die Abschlüsse gleich heißen wird erfahrungsgemäß niemanden davon abhalten zu schauen, wo man diesen gemacht hat… Und wer die Regelstudienzeit überzogen hat, dafür aber ein Auslandssemester, Praktika oder zusätzliche Fächer belegt hat, der hat auch kein Brandmal auf der Stirn. Worum es mir eigentlich geht, was mich nervt, ist, dass man jetzt, 10 Jahre nach dem Start der Hochschulreform meckert, zurück zu einem Davor will. Die Reform mag undemokratisch zustande gekommen sein, aber nun rollt sie – und wir alle sind Akteure in diesem Spiel. Ich finde es gegenüber den Studierenden verantwortungslos, zu dem, was man da in Sachen Bachelor- / Master-Studium macht zu sagen, es sei Mist. Das wirkt, auf die Studierenden und auf die sie “abnehmende” Wirtschaft da draußen. Vielleicht gar wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. (Ja, ich habe keine Skrupel, von der “abnehmenden Wirtschaft” zu reden. Das hat a priori nichts mit Abhängigkeit zu tun. Und dass die Universitäten nur für den Wissenschaftsbetrieb einschließlich Gymnasiallehrer ausbilden, die Zeiten sind schon lange vorbei.) Offensichtlich kann man es besser machen, wie die verlinkten Texte der Professoren Enders und Wink zeigen. Wenn man aktiv mitgestaltet. Man kann Prüfungsordnungen ändern, eingeschränkt immer, spätestens bei der Reakkreditierung dann richtig. In den Natur- und Ingenieurwissenschaften scheint das häufiger zu klappen. Nun aber. Gepingt, Trackback gesetzt, Anscheinend kommt nichts an von unserer Wordpressinstallation. WIr haben diesen Artikel in einem Beitrag dazu, wie die gesellschaftliche Abschottung der Wissenschaft im Elfenbeinturm die Bildungsdebatte einschränkt, verlinkt. Da wir schon erfolgreich automatische Trackbacks gesetzt haben, gebe ich die Hoffnung noch nicht auf, aber ich wüsste doch zu gerne, was da schief läuft… Der Trackback ist angekommen, musste aber wegen der Antispam-Regeln (wahrscheinlich die Anzahl der Links im Ursprungsbeitrag) erst freigeschaltet werden. Vielen Dank für die Info bezüglich der Trackbacks. Ich werde das für die Zukunft im Hinterkopf behalten. Gerade weil wir gerne eine hohe Verlinkungsdichte als Mehrwert und Quellenbeleg in unsere Artikel packen. Da fällt mir gerade auf: Wird Juergen ohne Umlaut geschrieben? Dann werde ich das im Artikel natürlich sofort ändern. Desgleichen beim Nachnamen. Entschuldigung bitte. Die Kommentarfunktion wurde vom Besitzer dieses Blogs in diesem Eintrag deaktiviert.
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